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Wesentliche Vorteile der Kombi-Reha bei Vergleichsziehung zu den traditionell etablierten stationären und ambulanten Anschlussheilbehandlungen ergeben sich aus einer deutlich erhöhten Flexibilisierung des
Behandlungsablaufes.
Die Dauer der stationären Behandlungsphase richtet sich bei der Kombi-Reha nicht nach einem starr vorgegebenen Schema, sondern ausschliesslich nach dem Behandlungsverlauf und dem jeweiligen konkreten Befinden des
einzelnen Patienten.
Die Gesamtdauer der stationären Behandlung (Hospitatlisierung) ist im Vergleich zu einer herkömmlichen drei- bis fünfwöchigen stationären Anschlussheilbehandlung verkürzt; im Mittel ergibt sich eine Ersparnis von
ca. 7-10 stationären Behandlungstagen.
Diese Verkürzung der Hospitalisierung kann den Ambitionen bestimmter Patienten entgegenkommen, vor allem selbständig Tätigen (Unternehmer, Gewerbetreibende), Personen mit besonderen häuslichen
Verpflichtungen, Menschen mit vermehrten familiären Bindungen, bodenständig eingestellten älteren Patienten u.a..
Die Kombi-Reha kann beim Abbau von patientenseitigen Ängsten und Unsicherheiten helfen und so den Patienten auf eine ambulante Betreuung vorbereiten, wenn Patienten während der anfänglichen klinisch-stationären
Behandlung unter den geschützten Bedingungen einer stationären Betreuung schrittweise Selbstvertrauen zurückgewinnen, welches eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgversprechende weitergehende ambulante
Behandlung darstellt.
Bestimmte Patienten, die bei Entlassung aus dem Krankenhaus für eine direkte ambulante Reha (noch) nicht geeignet oder hinreichend aufgeschlossen sind und die gleichzeitig eine weitere dreiwöchige stationäre Reha
wegen zu langer häuslicher Abwesenheit ablehnen, könnten über die Kombi-Reha ggf. einer Rehabehandlung zugeführt werden, welche ansonsten nicht stattfände.
Unter kalkulatorischem Aspekt ergibt sich bei Vergleichsziehung zur herkömmlichen vollstationären Anschlussheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlussrehabilitation (AR) im allgemeinen ein Einsparpotenzial, da Kombi-Reha
und ambulante Rehabilitation meist kostengünstiger als eine vollstationäre drei- bis fünfwöchige Anschlussheilbehandlung erbracht werden können.
Entsprechend den Erfordernissen der Zeit kann die Kombi-Reha einen Beitrag zur erweiterten konstruktiv-kollegialen Zusammenarbeit leisten, wenn der potenzielle Gegensatz zwischen dem ambulanten und stationären
Rehabilitationssektor zu Gunsten eines Hand in Hand-Arbeitens zum Wohle des Patienten überwunden wird.
Copyright:
Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182
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